Regatta um den grünen Moselpokal 2009. Gelungenes Rennen für die Rauxeler Gentlemen

Nach dem gelungenen Debüt der Gentlemen 2008 auf dieser Regatta sollte eine möglichst noch erfolgreichere Wiederholung dieses Ausflugs 2009 stattfinden. Gesagt, getan. Am 24.09.2009 machte sich die Gruppe der Gentlemen (kurz G8) früh morgens auf den Weg Richtung Bernkastel-Kues. Als der Bootstransport mit dem Achter an der Regattastrecke eintraf, lag noch dichter Morgennebel im Moseltal. Nach und nach trafen die restlichen Mannschaftsmitglieder am Bootsanhänger ein. In der morgendlichen Kälte wurde der Achter für den Regattatag „gerüstet“. Leichte Nervosität machte sich unter den Männern des G8 breit. Auf welchen Gegner würden sie treffen? Wird die Wende im Rennen klappen? Werden wir uns im Vergleich zum Vorjahr verbessern? Die erste Frage versuchten die Ruderer schnell wieder zu vergessen, haben die Gentlemen von der Wartburginsel laut ihrer Philosophie eigentlich nur einen Gegner, nämlich sich selbst! Nach außen schielen kann man aber trotzdem mal.
Die Sonne brach nun durch die Nebelschwaden und ermöglichte einen Blick auf die Regattastrecke. 2000m flussabwärts, danach eine schnelle Wende und schleunigst wieder zurück ins Ziel. Bevor die Gentlemen aufs Wasser gingen um sich der Herausforderung der 4000m Langstrecke zu stellen, feuerten sie noch Ihre Vereinskameraden Kai Sporea und York Polus an, welche im gesteuerten Gig-Zweier auf gleicher Distanz siegreich ins Ziel ruderten.

Kurz nachdem das erste Boot des Ruderverein Rauxel wieder in den Böcken lag, ging es für die Männer des G8 an den Steg und danach zügig zum Start. Alle waren angespannt, wollte man sich doch unbedingt im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Das Startsignal ertönte und die Gentlemen gaben Gas. Strahlend blauer Himmel und keine Wellen auf dem Fluss. Perfekte Bedingungen für eine Regatta wie diese! Zügig arbeitete sich der G8 an die Wendemarke heran. Bis hierhin lief alles hervorragend. Durch unseren RBL-erfahrenen Steuermann Moritz Schnettler wurde die Mannschaft gut navigiert und kommandiert. Die Wende funktionierte sehr schnell. Jetzt hieß es auf den letzten 2000m noch einmal richtig Gas geben und zum Ende der Strecke hin nicht mit der Leistung einbrechen! Die letzten 1000m. Der Steuermann feuerte seine Mannschaft noch einmal richtig an. Die Moselbrücke war erreicht. Endspurt! Die letzten 500m. Schlagmann Guido Dreyer rang sich und seinen G8-Mitstreitern noch einmal alles ab. Dann endlich die Zielglocke!
Am Steg wieder angelegt, wollten alle schnellstmöglich die Rennzeiten einsehen. Beim Absetzen des Bootes in die Böcke hörten es die Gentleman dann schließlich über die Ansage des Regattasprechers: 0:14:45. Die Mannschaftsmitglieder, die es immer noch nicht glauben wollten, konnten es wenig später schwarz auf weiß lesen. Knapp zwei Minuten schneller als im Vorjahr!! Wenn das mal keine Verbesserung war. Sicher, diese Zeit war bestimmt alles andere als überragend für einen Achter auf dieser Strecke. Man darf allerdings auch nicht vergessen, dass es sich bei den Gentleman um eine Gruppe aus „reaktivierten“ Ex-Ruderern und Ruderneulingen handelt. Das Ziel der Trainingseinheiten sowie Regattabesuche des G8 liegt vor allem im Spaß am Sport und dem Vereinsleben drum herum.
Als schließlich das Boot und die Pinne am Hänger lagen, konnte Gentleman sich nun um sich selbst kümmern. Ein kühles Blondes half, die Flüssigkeitsverluste aus dem Rennen wieder aufzufangen. Jetzt konnten die Ruderer des G8 auch die schöne Landschaft des Moseltals genießen. Alle Anspannung viel ab und Pläne für die Abendgestaltung wurden geschmiedet. Wohin zum Abendessen? Weinprobe? Vielleicht ein Besuch in einem Tanzlokal? Fragen über Fragen, die erörtert werden mussten. Zeit hatten wir ja genug, mussten wir doch noch auf die Siegerehrung unserer Vereinskameraden Kai Sporea und York Polus warten.
Die Regattastrecke in Bernkastel bot viele Möglichkeiten zum Zeitvertreib. Leckere Snacks, Weine und hier und da ein Schwätzchen mit Bekannten aus anderen Rudervereinen. Dann war es endlich für Kai und York soweit, die Weinkönigin überreichte ihnen und ihrer Steuerfrau den „Grünen Moselpokal“, ein riesiges Weinglas mit dem Fassungsvermögen einer Weinflasche! Dazu noch zwei Flaschen Weißwein und eine Medaille für jeden. Wie viele Flaschen gäbe es wohl bei einer siegreichen Achtermannschaft, mag sich da wohl der eine oder andere gefragt haben.
Mittlerweile hing uns allen der Magen auf den Schuhsohlen! Es war Zeit fürs Abendessen. Zwecks Abendgestaltung suchten wir die Innenstadt von Bernkastel-Kues auf. Wir fanden ein Restaurant mit ausreichend Platz und gutem Essen für uns alle. Nach dem ausgiebigen Mahl trennten sich die Wege unserer „Reisegruppe“. Die einen gingen Tanzen, die anderen Richtung Pension.
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen ging es noch auf einen kleinen Bummel durch die herrliche Altstadt von Bernkastel-Kues, bevor es wieder gen Heimat ging. Als Fazit bleibt zu sagen: Die Mosel ist Ende September eine Regattareise wert! Und sollte es klappen, sind auch die Gentlemen bald wieder dabei. Vielleicht lässt sich dann auch die Frage beantworten, wie viele Flaschen Wein es für eine siegreiche Achtermannschaft bei der Siegerehrung gibt.

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