Zwischen Tradition und Innovation – PRODYNA Ruder-Bundesliga

Wäre die RBL eine Aktie, so würden ihre Anleger in der diesjährigen siebten Saison 2015 auf jeden Fall weiter an ihr festhalten. Denn die Achter-Liga ‘made in Germany‘ bleibt bei Vereinen weiter hoch im Kurs. Als frisches Eventformat präsentiert sie spannenden und emotionalen Rudersport in ganz Deutschland.

39 Achter aus dem gesamten Bundesgebiet haben für dieses Jahr ihren Lizenzstatus verlängert oder neu beantragt. Die Liga-Achter bringen bislang in zwei Männer- und einer Frauenliga die jeweiligen Innenstadt-Arenen auf der Deutschlandtournee zum Kochen. Nach acht Monaten Winterpause startete die PRODYNA Ruder-Bundesliga in der Frankfurter „Main-Arena“.

Zum wiederholten Male übernahm der Frankfurter Regatta-Verein im Rahmen seines vier tägigen „Ruderfestes“ die Ausrichtung des 1. Renntages. Die Liga der schnellsten deutschen Vereins-Achter begrüßte gleich acht Neulinge, beziehungsweise Wiedereinsteiger in dieser Saison, und auch in den etablierten Teams zum Teil erhebliche Veränderungen gegeben.

Die Ruder-Bundesliga ist zwar noch kein allgemeiner Trendsport, aber auf jeden Fall ein fühlbarer Trend im Rudersport, der viele neue Sportler in den Sport lockt und, als positiven Nebeneffekt, auch viele ehemalige Athleten zurück in die Clubs holt, die schon lange als verloren galten. In der Saison 2011 werden an die 200 aktive und ehemalige Kadersportler eine ruderische Qualität und Quantität in die Bundesliga bringen, die in Europa ihresgleichen sucht. Und auch der Nachwuchs drängt mittlerweile in die Bundesliga. Die Junioren-Liga wurde 2013 zum zweiten Mal ausgetragen und bietet den jungen Athleten ein attraktives Rennformat als Ergänzung zum 2000-Meter-Mitteldistanz-Rudern.

Wo so viel Dynamik, Energie und Emotion entstehen, werden natürlich auch die Sponsoren und Partner aus der Wirtschaft vermehrt angelockt. Auch dies ist ein positiver Trend, dass die Vermarktung der einzelnen Teams sukzessiv voranschreitet und der Rudersport als attraktive Plattform für den Transport der einzelnen Unternehmensideen genutzt wird.

Spannend ist natürlich auch der weitere Blick in die Zukunft der Bundesliga, bei der die Organisatoren mit weiterem Wachstum rechnen. Auch ein internationaler Europacup ist in Planung und wird so schnell wie möglich kommuniziert und umgesetzt. Motivation ist hierbei die Tatsache, dass der Sprint mehr und mehr in den Fokus von FISA und IOC rückt und damit auch in absehbarer Zeit olympisch wird, da viele andere Sportarten diesen Weg bereits erfolgreich mitgegangen sind.

Nachholbedarf haben die deutschen Clubs sicherlich noch an der flächendeckenden Betreuung der Bundesliga-Mannschaften durch gut ausgebildete Trainer und Steuerleute. Fakt ist, dass die Strukturen in den Vereinen noch weiter ausgebaut und entwickelt werden müssen, damit an attraktiven Wettkampfformaten, wie beispielsweise der Bundesliga, auch erfolgreich teilgenommen werden kann. Am Ende profitieren schließlich die Vereine von der neuen nationalen Showbühne Bundesliga.

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