Dritte Medaille für den RVR in der PRODYNA RBL

20. Juli 2015, Text Inga Döhring, Fotos Kai Sporea und Alexander Pischke/PRODYNA RBL

Beste Stimmung: der "Heimfluch" ist gebrochen ;-)

Am dritten Renntag der PRODYNA Ruder-Bundesliga (RBL) wurde der Aasee in Münster zum Schauplatz spannender Sprintrennen auf dem Wasser. 39 Vereinsachter aus ganz Deutschland kämpften um wichtige Punkte für die Jagd innerhalb der Tabellen. Vorne mit dabei auch diesmal der Frauenachter des Ruderverein Rauxel 1922 e.V.. Die Mädels stiegen auch am dritten Renntag der RBL in der 1. Liga der Frauen auf’s Treppchen und bauten somit ihre Tabellenführung aus.

Zahlreiche Fans aus Rauxel in Münster vor Ort, hier nur eine kleine "Auswahl" ;-)

Die geographische Nähe zum Ruderverein Rauxel nutzten noch mehr Fans als bei den übrigen Renntagen der RBL und feuerten den RVR Frauenachter lautstark an. „Ich war absolut beeindruckt mit was für einer Lautstärke wir von unseren Fans angefeuert wurden“, freut sich Theresa Gottschlag. „Das hat auf den letzten 100 Metern noch mal einen richtigen Motivationsschub gegeben. Ich denke, so eine Unterstützung hatte kein anderes Team.“

Im morgendlichen Time-Trial lief noch nicht alles so rund wie erhofft und der RVR lag im Ziel knapp hinter der Konkurrenz aus Krefeld, die in Frankfurt zwar überraschend nur neunte wurden, jedoch schon in Hannover wieder auf dem Treppchen standen. Im Endergebnis der Time-Trials platzierten sich die Rauxelerinnen auf einem sehr guten dritten Platz.

Nele Oberkönig feierte in Münster ihre RBL-Premiere im Team RVR Frauenachter, Papa Berti war übrigens im dritten Jahr des RVR Frauenachters Head-Coach und betonte schon damals "Am Ende kackt die Ente"! Ganz nach diesem Motto werden die Mädels bis zum letzten Renntag unter der Leitung von Trainer Michel Palisaar ordentlich ackern.

So stieß man im Achtelfinal auf den HavelQueen-Achter, den Brüder-Grimm-Achter Hanau und das Boot aus Minden. Das Rennen verlief deutlich besser und der klare Sieg bedeutete den Einzug ins Viertelfinale gegen Lübeck und Hannover, die in dieser Saison ebenfalls zu der oberen Tabellenhälfte gehören. Lübeck hatte grade erst im Achtelfinale für eine Überraschung gesorgt und die Time-Trial-Sieger aus Krefeld geschlagen. Die drei Teams lieferten dem Publikum ein wirklich spannendes Rennen, das der RVR im Zielbereich für sich entschied. Damit war ein Platz unter den TOP 4 gesichert und die Erleichterung im Team deutlich zu spüren. Denn wenn man sich die Endergebnisse der „Heimrennen“ (Münster ist durch die geographische Nähe in dieser Saison quasi das einzige Heimrennen) der letzten Jahre anschaut, bemerkt man, dass ausgerechnet dann der Wurm drin war. Somit war der vermeintliche Druck mit dem Viertelfinale auch abgehakt und die Rauxelerinnen konnten voll konzentriert an das Halbfinale gehen. Der Gegner war hier das Boot, auf das man an den vergangenen Renntagen erst im Finale stieß: der Melitta-Achter Minden. Bis dato spannende Duelle. Diesmal würde nur eines der Boote ins Finale um Platz 1 ziehen. Das Team des RVR löste sich direkt am Start vom Gegner und baute diesen Vorsprung auf den nächsten Hundert Metern Schlag für Schlag aus. Das Boot aus Minden drosselte dann aber die Schlagzahl – in etwa auf Streckenhälfte – und nahm Kraft raus. Der RVR siegte somit mehr als eindeutig und zog ins Top-Finale gegen Krefeld.

Die Top 3 aus Münster: Rauxel hinter Krefeld und vor Lübeck.

Sehr zur Freude der mitgereisten Fans und des zahlreichen Publikums lieferten sich beide Teams ein packendes Rennen, in dem sich Rauxel diesmal geschlagen geben musste. Sechs Hundertstel fehlten am Ende. Ein knappes Ding! Dennoch bedeutete dies die dritte Medaille – SILBER!!! – am dritten Renntag und weitere wichtige Pnnkte für die Tabellenjagd. Da Lübeck im „kleinen Finale“ an den Mindenerinnen vorbeizog, konnten die Rauxelerinnen ihren Vorsprung auf vier Punkte gegenüber Minden ausbauen. Krefeld machte in der Tabelle einen riesen Sprung und nähert sich diesen von hinten. Es bleibt also spannend – weiter geht’s am 15. August in Leipzig. RVR-Coach Michel Palisaar wird den Trainingsplan wieder entsprechend der Ergebnisse anpassen, damit die Mädels auch in Sachsen so konstante Leistungen zeigen können.

Tabellenführung leicht ausgebaut, aber es bleibt verdammt spannend!

Anstoßen auf Silber, Team, Sponsoren und Fans!

 

 

 

 

 

Kurze Regenerationsphase, dann stellt Michel Palisaar den neuen Trainingsplan zwecks optimaler Vorbereitung für Leipzig.

Foto © by Alexander Pischke/PRODYNA Ruder-Bundesliga

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Foto © by Alexander Pischke/PRODYNA Ruder-Bundesliga

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