Jeder Anfang ist schwer… oder eben nicht!

Oktober 2013, Text Inga Döhring, Fotos Michelle Otto

Derzeit machen sie sich fit für die Talentiade und die Kreismeisterschaften.

Der Ruderverein Rauxel hat mit der Wartburginsel einen optimalen Standort: der Rhein-Herne-Kanal bietet sich als hervorragende Trainingsstrecke für den Breiten- und Leistungssport an. Der Tote Arm – ein ehemaliger Seitenarm des Kanals, seit vielen Jahren aber stehendes Gewässer – bietet sich nicht nur dem ansässigen Anglerverein an, sondern auch den Ruderanfängern. Ohne stetigen Berufsschifffahrtverkehr ist es für die ersten Ruderschläge wie gemacht. Groß und Klein können hier stressfrei das Rudern erlernen. Vor allem letztere erobern den Toten Arm regelmäßig. Mit viel Fleiß und Spaß ziehen sie jede Woche ihre Meter auf dem idyllischen Gewässer.

Der Tote Arm bietet ruhiges Gewässer und damit optimale Trainingsbedingungen.

Die Trainingsgruppe besteht derzeit aus rund 15  Kindern. Ihre Trainer Lisa Kühne, Felix Müller und Michelle Otto bringen den Mädchen und Jungen im Alter von 9-13 Jahren die ersten Ruderschläge in verschiedenen Bootsklassen bei. Hier gilt es die individuelle Technik und das Rudern im Team zu vermitteln. „Das Rudern ist eine komplexe Geschichte“, erklärt Michelle Otto. „Koordination und Körperbeherschung braucht man für die Rudertechnik. Ohne die richtige Balance wird es im Rennboot sehr kippelig. Konzentration ist gefragt, wenn man mit anderen gemeinsam in einem Boot sitzt. Aber die Kids, die wir derzeit da haben, machen das großartig. Altersentsprechende Kraft und Ausdauer entwickeln sich mit der Zeit von allein.“

Verantwortungsvolles Umgehen mit dem Material und Eigenständigkeit gehört auch bei den Jüngsten dazu.

Beim Training steht immer jemand mit Rat und Tat zur Seite!

 

 

 

 

 

 

 

 

„Am 8. November findet in Waltrop der erste Wettkampf statt, den wir mit dieser Truppe in Angriff nehmen: die Kinder-Talentiade. Die wird allerdings an Land ausgetragen.“ Ähnlich wie bei der alljährlichen Talentiede in Essen werden hier spielerisch Koordination, Geschick und Schnelligkeit abverlangt. Während der Kinderjahre versucht der Deutsche Ruderverband die gesamte sportliche Entwicklung zu fördern und hat deshalb bei Landes- und Bundeswettbewerben (quasi die Deutsche Meisterschaft für Kinder) schon längst die Zusatzwettbewerbe eingeführt. „Dafür üben wir also ein wenig in den nächsten Wochen.“

Die Kinder lernen eine Menge Bootsklassen kennen: Gig- und Rennboot, Einer, Doppelzweier oder auch den gesteuertern Doppelvierer.

Am 16./17. November folgt auch schon der nächste Wettkampf, diesemal wieder auf dem Wasser: die diesjährige Kreismeisterschaft, sprich die allererste Regatta für all diejenigen, die schon Regatta-fit sind. Da die „Kreisi“ in diesem Jahr am Ruderverein Rauxel ausgetragen wird, können die Kids ihre Regattapremiere bei einem Heimspiel feieren – ein aufregendes Wochenende steht allen bevor.

 

Der Tote Arm ist nur einige 100 Meter lang, reicht aber völlig aus, die ersten Ruerschläge zu lernen.

Derzeit findet das Training freitags von 16-18 uhr und sonntags von 13-15 Uhr statt. Nach den Herbstferien geht das Hallentraining los, die Wintermonate werden also effektiv genutzt, um in Bewegung zu bleiben.

Ein Gedanke zu „Jeder Anfang ist schwer… oder eben nicht!

  1. Toller Artikel. Schöne Bilder. Ich möchte auf diesem Wege unseren Kindertrainern ein großes Dankeschön ausrichten. Dankeschön!

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