RVR Frauenachter – Vorfreude auf RBL

22. Mai 2014, Text von Inga Döhring, Fotos von Kai Sporea und Inga Döhring

Hier nur ein Teil des Teams 2014.

Es geht endlich wieder los! Die sprintstärksten Vereins-Achtermannschaften touren durch Deutschland – die PRODYNA Ruder-Bundesliga (RBL) startet in ihre sechste Saison. Der Startschuss fällt am 30./31. Mai 2014 in der Mainmetropole Frankfurt. In zwei Männer- und einer Frauen-Liga steigt an fünf Wettkampftagen der Kampf um die Tageswertung und damit um Tabellenplatzierung auf der explosiven Kurzstrecke über rund 350 Meter. Und der Frauenachter des Ruderverein-Rauxel e.V. 1922 geht in seiner fünften Saison wieder hochmotiviert an den Start.

Konzentrietes Training.

Kleinere Personalveränderungen brachten in diesem Winter neue Herausforderungen, aber vor allem neuen Schwung ins Team. Nachdem einige langjährige Mannschaftsmitglieder nicht mehr aktiv zur Verfügung stehen, musste der Kader wieder aufgestockt werden, aber Verstärkung war schnell gefunden. Charlotte Schneider und Ursula Horbach, zwei die ursprünglich aus Hamm kommen, werden das Team auf Steu- bzw. Backbord unterstützen. Beide haben als Juniorinnen im NRW-Kader Erfahrungen gesammelt und den Trubel um die RBL in den letzten Jahren sehr interessiert verfolgt. „Ich find’s einfach klasse, wie schnell wir in der Truppe aufgenommen wurden. Wir sind super happy, dass das so geklappt hat und das Training macht einfach nur Spaß“, freut sich Charlotte Schneider. Katrin Specka, Teamsprecherin des Frauenachters, sieht beide als riesen Verstärkung und ergänzt: „Wir haben einfach alle schnell zusammen gefunden und können das Training somit locker, aber trotzdem ehrgeizig angehen.“ Das bestätigt auch Theresa Gottschlag, die schon im vorigen Jahr fest zur Trainingsgruppe gehörte, allerdings für die Regatten noch nicht aktiv zu Verfügung stand. Das wird in diesem Jahr allerdings anders sein, und Theresa bringt, ebenso wie Charlotte und Ursula, ordentlich Schub ins Boot.

Svenja Prang, hier im Bug mit Michelle Otto auf Backbord vor ihr - eine der vielen möglichen Besetzungen.

Neu an den Riemen, aber keine gänzlich „Neue“, ist Svenja Prang. Bislang mehr als verlässlich an den Steuerseilen, aber diese überlässt sie in diesem Jahr einer anderen, dafür tritt sie diesmal selbst ins Stemmbrett. Die „Neue“ ist Lotte Weinrich, mit ihr hat die Mannschaft jemanden mit viel Gespür für einen guten Bootsdurchlauf gewonnen. Sowohl die eigene Ruderkarriere als Juniorin, als auch ihre Erfahrungen als erfolgreiche Steuerfrau in der RBL sprechen für sich. „Lotte studiert jetzt in Dortmund, da passt Rauxel entfernungstechnisch natürlich super und deshalb haben wir spontan gefragt“, bestätigt Trainer Kai Sporea. „Aber Lotte passt auch einfach super ins Team und hat die Einheiten auf dem Wasser und alle Athletinnen sehr gut im Griff!“ Unterstützung bekommt Lotte von Paula Nixdorf, die schon mal übernimmtl, wenn die Uni bei Lotte es nicht zulässt.

Chef-Trainer Kai Sporea

Kai Sporea hat auch in dieser Saison hauptverantwortlich das Training übernommen, nachdem er vergangenes Jahr mit dem Team bronzene und silberne Tageswertungen erkämpfte. Die Krönung für alle war selbstverständlich der dritte Platz in der Gesamtwertung der PRODYNA Ruder-Bundesliga 2013. Aber dafür muss man eben viel tun und so wird auch in diesem Jahr viel Arbeit und Konzentration in die Vorbereitung gesteckt. Neben den üblichen Trainingsstunden im Kraftraum an den Hantelstangen oder auf dem Ergometer, um Kraft und Ausdauer zu maximieren, gehörte über den Winter auch die wöchentliche Spinning-Einheit wieder fest zum Trainingsplan. Der Ausflug ins Kickbox-Studio ist inzwischen auch ein „Muss“, da das Training einfach ideal ist, um Explosivität in der Bewegung zu erlernen. Der milde Winter ermöglichte diesmal weitaus mehr Rudereinheiten und damit eine deutliche Technikverbesserung auf dem Wasser. Da nicht mehr alle Teammitglieder in Castrop-Rauxel wohnen, hat man in den letzten Jahren die strategische Planung perfektioniert. „Logistik und hartes Training gehört aber bei allen Teams dazu“, ergänzt Sporea.

Das Team nutzt jede Gelegenheit im Großboot.

„In der Frauenliga wird es wieder spannend: Krefeld wird alles für die Titelverteidigung tun, die Rheinperlen sollte man immer auf dem Schirm haben und auch der Alsterachter wird sicherlich wieder angreifen. Letztendlich sind alle Teams gefährlich, auf der Sprintstrecke kann eben viel passieren, Rudertechnik und Eleganz zählen ebenso wie Kraft und Aggressivität – das macht es ja gerade so spannend. Wir werden uns an allen Regattatagen wieder voll reinhängen, gemeinsam als Team eine ganze Menge Spaß haben und“, ergänzt Sporea, „möglichst in der oberen Tabellenhälfte mitmischen.“ Dass das nicht einfach wird, ist allen bewusst. „Nach der Umstrukturierung unseres Kaders, mussten wir den Achter erst einmal wieder schnell kriegen“, erklärt Team-Captain Magdalena Jakschik, „aber alle haben sich super engagiert und reingehängt und inzwischen fliegt die Lore schon wieder.“ Laut Schlagfrau Kira Soba ist schon jetzt ordentlich Wumms an Bord und erste Ergo-Test-Werte im Januar haben das bestätigt. Die anstehenden Feiertage über Ostern werden für ein Trainingscamp genutzt – zahlreiche intensive Einheiten auf dem Rhein-Herne-Kanal, dem heimischen Trainingsgewässer, bringen den letzten Schliff vor dem Startschuss in der Mainmetropole Frankfurt. Der RVR Frauenachter freut sich auf viele spannende Rennen!

Kader: Leonie Augustin, Theresa Gottschlag, Ursula Horbach, Magdalena und Margarete Jakschik, Anna Jesenko, Michelle Otto, Svenja Prang, Charlotte Schneider, Kira Soba, Katrin Specka und Mona Wichmann.

Steuerfrauen: Lotte Weinrich, Paula Nixdorf

Bootsname: Lore, Material: BBG

Trainer: Kai Sporea, unterstützt von Bertholt Oberkönig

Wir freuen uns, dass wir uns auch in dieser Saison auf die Unterstützung unserer Sponsoren verlassen können und richten unseren Dank an: KYOCERA, HDT – Henke Datentechnik, Die Continentale – Bezirksdirektion Koszenowski & Schubert OHG und an die Autolackiererei Berkel.

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